Wohnraumoffensive muss in Saarbrücken deutlich offensiver werden.

Wenn Familien auf wenigen Quadratmetern leben müssen, wenn älteren Menschen die Mieten über den Kopf steigen, wenn Alleinerziehende hoffnungslos Wohnraum suchen und wenn wohnungslosen Menschen keine Chance, auf eine Rückkehr in ein festes zu Hause haben, dann funktioniert der Markt falsch – auch in Saarbrücken und dem Umland. Für uns als SPD ist Wohnen ein Grundrecht, welches allen Bürger*innen zusteht. Es war richtig, dass Thema bezahlbares Wohnen und sozialer Wohnungsbau zu einer Priorität der Großen Koalition zu machen. Mit Mietpreisdämpfungen und Bundesmitteln in Milliardenhöhe für den sozialen Neubau konnten erste Schritte erreicht werden. Besonders wichtig war mir die Erhöhung des Wohngeldes.

Doch das alles reicht nicht, wenn uns der Markt und die Renditeinteressen weiter auf der Nase rumtanzen. Ich bin enttäuscht von Bundesbauminister Seehofer und Landesbauminister Bouillon. Vor allem, weil im aktuellen saarländischen Koalitionsvertrag ein explizites Wohnraumförderungsgesetz festgeschrieben ist, welches die aktuelle Situation verbessern soll. Aber der Zubau bleibt hinter den Zielen zurück. Zudem steigen Löhne und Gehälter nicht so wie die Preise steigen. Deshalb brauchen Mieter*innen eine Atempause. Doch das Thema wird wo es  nur geht ausgebremst. Die Recherchen des SR unterstreichen die angespannte Situation im Saarland.

Ich fordere daher, eine Verstetigung des sozialen Wohnungsbaus des Bundes, eine saarländische Wohnraumoffensive, weitere landesrechtliche Regelungen zur Mietpreisdämpfung und die finanzielle Stärkung kommunaler Wohnungsbauunternehmen und Genossenschaften.

Ich setze mich dafür ein, dass Wohnen ein Grundrecht für alle ist und bleibt!