Der Bundestagswahlkreis 296 Saarbrücken ist einer von 299 Wahlkreisen bundesweit und einer von vier im Saarland. Er umfasst die Städte Püttlingen, Saarbrücken, Völklingen und die Gemeinden Großrosseln, Kleinblittersdorf und Riegelsberg.


Großrosseln

Das Jagdschloss in Karlsbrunn zeugt von vergangenen Zeiten


Großrosseln, die Warndt-Gemeinde mit Herz, grenzt an die Landeshauptstadt Saarbrücken, an die lothringischen Nachbargemeinden Morsbach, Petite Rosselle, Rossbruck und Merlebach.

Europa ist hier seit langem gelebte Realität. Grenzüberschreitende Feste, Partnerschaften (Jumelages) mit den französichen Nachbargemeinden, ständiger Austausch zwischen den Verwaltungen aber auch zwischen den deutschen und französichen KommunalpolitikerInnen und den Vereinen werden in Großrosseln schon lange praktiziert.

Kleinblittersdorf

Die Freundschaftsbrücke verbindet Deutschland und Frankreich.

Die Gemeinde Kleinblittersdorf liegt im Oberen Saartal, zehn Kilometer von der Landeshauptstadt Saarbrücken entfernt. Sie besteht aus Fünf Ortsteilen: Auersmacher, Bliesransbach, Kleinblittersdorf, Rilchingen-Hanweiler und Sitterswald. Rund 12.000 Menschen leben in den fünf Ortsteilen von Kleinblittersdorf.

Auersmacher ist der älteste Ortsteil, wo Tradition und Geselligkeit groß geschrieben wird. Bliesransbach ist ein ruhiger Wohnort mit Flair im idyllischen Bliestal. Kleinblittersdorf ist belebter Geschäfts- und Wohnort, bildet das Zentrum der Gemeinde. Rilchingen-Hanweiler war ehemals Kurort, heute Wohn- und Gewerbelandschaft, und soll vielleicht wieder Kurort werden. Sitterswald ist der jüngste Ortsteil der Gemeinde, ein beliebter Wohnort.

Ausgedehnte Wälder, gut ausgebaute Feldwege und der Leinpfad entlang der Saar bieten den Wanderern, Radfahrern und Inline-Skatern ein abwechslungsreiches Freizeitvergnügen. Für Pferdefreunde gibt es zwei Reithöfe und markierte Reitwege. Das attraktive Schwimmbad in Kleinblittersdorf lädt Groß und Klein zum Badespaß ein!

Püttlingen

Der Hexenturm in Püttlingen

Püttlingen hat sich in den vergangenen Jahren in raschem Wandel von einer ehemals vom Bergbau geprägten Stadt zu einer modernen Wohnstadt im Grünen entwickelt. Mit seiner guten Infrastruktur im Bereich Handel, Handwerk und Dienstleistungen ist die Stadt auch bevorzugter Gewerbestandort mit zukunftsträchtigen Klein- und Mittelbetrieben im Hochtechnologiebereich.

Überörtliche Bedeutung hat die Stadt als Standort der Sonderschule des Landes für Körperbehinderte, die Lebenshilfe Obere Saar e.V. unterhält eine Werkstätte, in der vielen behinderten Menschen Arbeit und Betreuung geboten wird und die Erwerbslosenselbsthilfe e.V. ist ein über die Grenzen Püttlingens hinaus anerkanntes überbetriebliches Ausbildungszentrum. Überörtliche Bedeutung haben auch die Klinik der Bundesknappschaft mit einer Kapazität von 428 Betten, das Dialysezentrum Püttlingen, das Sport- und Freizeitzentrum Trimmtreff Viktoria mit Hallenbad und Sporthalle sowie die Stadthalle Püttlingen.

Püttlingen bietet seinen 21.000 Einwohnern eine hohe Wohnqualität. Dazu trägt neben attraktiven Baugebieten und einer zielstrebig betriebenen Stadtkernsanierung auch das reiche sportliche und kulturelle Angebot von insgesamt 180 Vereinen wesentlich bei. Das kulturelle Angebot wird darüber hinaus bereichert durch die Musikschule Püttlingen e.V. mit über 600 Schülern und die Werkstatt für kreatives Gestalten.

Riegelsberg

Das „Café Nostalgie“ in Riegelsberg

Die Gemeinde Riegelsberg konnte 1999 auf ihr 60-jähriges Bestehen als eigenständige Großgemeinde zurückblicken.

Nach dem Zusammenschluß der Gemeinden Güchenbach, Hilschbach und Überhofen zur Gemeinde Riegelsberg (im April 1939) und dem freiwilligen Ausscheiden der Gemeinde Köllerbach aus der Verwaltungsgemeinschaft (im April 1948) umfasste die Amtsbürgermeisterei Riegelsberg nur noch die Gemeinden Riegelsberg und Walpershofen. Die Verwaltungsgemeinschaft ,,Amt Riegelsberg” entwickelte sich im Laufe ihrer Geschichte zu einer modernen und leistungsfähigen Verwaltungseinheit, wovon die kommunale Ausstattung beider Gemeinden Zeugnis gibt.

Walpershofen liegt inmitten des Köllertales zu beiden Seiten des Köllerbaches. Der Ort, der vermutlich bereits vor der Jahrtausendwende entstand, wurde im Jahre 1293 erstmals urkundlich erwähnt. Im 16. Jahrhundert zählte Walpershofen 50 Einwohner. Jahrhundertelang bildete die Landwirtschaft die Haupterwerbsquelle für die Bevölkerung des gesamten Köllertales.

Die Anfänge des Steinkohlebergbaus im Köllertal lassen sich zwar bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen, zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelte sich der Bergbau aber erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Erschließung seitens des preußischen Bergfiskus. Die entscheidenden Impulse für die Bevölkerungs-, Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung des Riegelsberger Raumes gingen von der Grube Von der Heydt aus, die im Jahre 1852 in Betrieb genommen wurde.

Walpershofen und Riegelsberg entwickelten sich zu aufstrebenden Orten, die ihre Einwohnerzahlen infolge der industriellen Entwicklung vervielfachen konnten. Durch das Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden und Landkreise des Saarlandes vom 19.01.1973 wurden die bis dato selbständigen Gemeinden Riegelsberg und Walpershofen ab dem 01.01.1974 zu der neuen Einheitsgemeinde Riegelsberg zusammengeschlossen.
Heute ist die Gemeinde Riegelsberg eine attraktive Wohngemeinde, deren kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten einen Umfang und ein Niveau erreichen, das weit über den Gemeindebereich hinaus Beachtung und Anerkennung gefunden hat.

Landeshauptstadt Saarbrücken

Das Wahrzeichen der Stadt –
Die barocke Ludwigskirche

Saarbrücken ist eine liebenswerte und geschichtsreiche Stadt. Hier liegen die klassischen Arbeiterviertel, schicke Wohngegenden, das Nauwieser Viertel – das Dorf in der Stadtmitte… Es finden sich hochinnovative Technologiezentren und Wirtschaftszweige, aber auch Stadtteile mit hoher Arbeitslosigkeit. Es gibt die vielfältige Kneipenszene am St. Johanner Markt und Nobelrestaurants, großstädtisch anmutende Bebauung, aber auch Grünflächen und Naherholung direkt vor der Haustür.

Und all diese Brüche und Eigenheiten haben die Landeshauptstadt für viele zur zweiten Heimat werden lassen. Die Großstadt Saarbrücken ist am 1.4.1909 durch den Zusammenschluss der Saarstädte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach entstanden.

1947 wird die Saarbrücken Landeshauptstadt und Regierungssitz des autonomen Saar-Staates. Im November wird das Saarland wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen. Nach der Rückgliederung des Saarlandes zur Bundesrepublik entwickelt sich Saarbrücken in den folgenden Jahren zur regionalen Wirtschaftsmetropole.

Durch die Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 werden die Nachbarstadt Dudweiler und die Umlandgemeinden Altenkessel, Brebach, Bübingen, Ensheim, Eschringen, Fechingen, Gersweiler, Klarenthal, Schafbrücke und Scheidt nach Saarbrücken eingemeindet. Dadurch steigt die Bevölkerungszahl Saarbrückens von 123 006 auf 209 104 Einwohner (+ 70%).

In den neunziger Jahren verändern umfangreiche Baumaßnahmen das Bild der Innenstadt nachhaltig: Fußgängerzone Bahnhofstraße, Rathauscarrée, Kongreßhallenerweiterung, Bebauung der Hafeninsel, Neubau von Großmarkt und Ostspange, der Straßentunnel vor dem Hauptbahnhof sowie zwei neue Parkhäuser an der Congresshalle und am Staatstheater und vor allem der Bau der Stadtbahn (Saarbahn), die im Oktober 1997 ihre Jungfernfahrt absolvierte. Im Bereich des Flughafens wird mit dem Ausbau und der Modernisierung des Gebäudes begonnen.

Zur Jahrtausendwende entfaltet Saarbrückens Wirtschaft sich insbesondere im IT-Bereich, in dem tausende neuer Arbeitsplätze entstehen. Dank eines modellhaften Starterzentrums der Universität und des universitätsnahen Science-Parks werden Forschung und Wirtschaft noch enger vernetzt.

Heute sind die Brüche im Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft immer noch sichtbar. Aber die Stadt und ihre Bewohner haben sich auf ihrem Weg der Bewältigung der Folgen des Strukturwandels nicht beirren lassen. Die Erfolge sind sichtbar.

Völklingen

Das Weltkulturerbe
Völklinger Hütte

Dominierend für die Entwicklung der Stadt als Industriezentrum wurde Ende des vergangenen Jahrhunderts der Aufbau der Völklinger Hütte. Heute gehört die frühere Produktionsanlage zum Weltkulturerbe.

Seit 1986 wird in Völklingen zwar noch Stahl, aber kein Roheisen mehr hergestellt. Und seit 1994 ist die Alte Völklinger Hütte anerkanntes UNESCO-Weltkulturerbe. Zehntausende besuchen jedes Jahr diese “Kathedrale der Industriekultur”, die mit Ausstellungen, Musik- und Tanzveranstaltungen und dem Festival “Schichtwechsel” zusätzliche Anreize für die Reise nach Völklingen bietet. Allein die Multimedia-Ausstellung “Prometheus” im monumentalen Gebläsehaus des Weltkulturerbes Völklinger Hütte sahen im Jahre 1999 rund 200.000 Besucherinnen und Besucher.

Ökonomisch geht Völklingen derzeit den konsequenten Weg des Wandels von einer durch die Montanindustrie geprägten Stadt zu einer Kommune, die auf die Ansiedlung von neuen Unternehmen im Dienstleistungsbereich und im Bereich der neuen Technologien setzt. Das neue Gründer- und Technologiezentrum (GTZ) im direkten Umfeld des Weltkulturerbes Völklinger Hütte steht beispielhaft für diese Entwicklung. Auch städtebaulich findet in Völklingen derzeit ein Umbruch statt. Die Saaraue – lange Zeit nur von der Stahlindustrie genutzt – wird touristisch erschlossen. Eine neue Schiffsanlegestelle sowie ein durchgehender Radweg entlang der Saar sind sichtbare Zeichen dieser für die Bevölkerung positiven Entwicklung.

Zur Attraktivität Völklingens tragen neben den zahlreichen Neubaugebieten in den Stadteilen auch das Sportzentrum im Köllerbachtal mit der Hermann-Neuberger-Halle, dem Stadion und dem Erlebnis-Freibad bei. Kulturell sorgen weit über 200 Vereine sowie die stadteigene Volkshochschule für ein weitgespanntes kulturelles und sportliches Angebot.