Saarbrücken ist eine liebenswerte und geschichtsreiche Stadt. Hier liegen die klassischen Arbeiterviertel, schicke Wohngegenden, das Nauwieser Viertel – das Dorf in der Stadtmitte… Es finden sich hochinnovative Technologiezentren und Wirtschaftszweige, aber auch Stadtteile mit hoher Arbeitslosigkeit. Es gibt die vielfältige Kneipenszene am St. Johanner Markt und Nobelrestaurants, großstädtisch anmutende Bebauung, aber auch Grünflächen und Naherholung direkt vor der Haustür.

Und all diese Brüche und Eigenheiten haben die Landeshauptstadt für viele zur zweiten Heimat werden lassen. Die Großstadt Saarbrücken ist am 1.4.1909 durch den Zusammenschluss der Saarstädte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach entstanden.

1947 wird die Saarbrücken Landeshauptstadt und Regierungssitz des autonomen Saar-Staates. Im November wird das Saarland wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen. Nach der Rückgliederung des Saarlandes zur Bundesrepublik entwickelt sich Saarbrücken in den folgenden Jahren zur regionalen Wirtschaftsmetropole.

Durch die Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 werden die Nachbarstadt Dudweiler und die Umlandgemeinden Altenkessel, Brebach, Bübingen, Ensheim, Eschringen, Fechingen, Gersweiler, Klarenthal, Schafbrücke und Scheidt nach Saarbrücken eingemeindet. Dadurch steigt die Bevölkerungszahl Saarbrückens von 123 006 auf 209 104 Einwohner (+ 70%).

In den neunziger Jahren verändern umfangreiche Baumaßnahmen das Bild der Innenstadt nachhaltig: Fußgängerzone Bahnhofstraße, Rathauscarrée, Kongreßhallenerweiterung, Bebauung der Hafeninsel, Neubau von Großmarkt und Ostspange, der Straßentunnel vor dem Hauptbahnhof sowie zwei neue Parkhäuser an der Congresshalle und am Staatstheater und vor allem der Bau der Stadtbahn (Saarbahn), die im Oktober 1997 ihre Jungfernfahrt absolvierte. Im Bereich des Flughafens wird mit dem Ausbau und der Modernisierung des Gebäudes begonnen.

Zur Jahrtausendwende entfaltet Saarbrückens Wirtschaft sich insbesondere im IT-Bereich, in dem tausende neuer Arbeitsplätze entstehen. Dank eines modellhaften Starterzentrums der Universität und des universitätsnahen Science-Parks werden Forschung und Wirtschaft noch enger vernetzt.

Heute sind die Brüche im Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft immer noch sichtbar. Aber die Stadt und ihre Bewohner haben sich auf ihrem Weg der Bewältigung der Folgen des Strukturwandels nicht beirren lassen. Die Erfolge sind sichtbar.