Statt Unterhaltsvorschuss zu kürzen, säumige Eltern stärker in die Pflicht nehmen!

Beim Unterhaltsvorschuss wird gerade die falsche Diskussion geführt.

Wenn ein Elternteil den geschuldeten Unterhalt nicht zahlt, darf die Antwort des Staates nicht sein, Leistungen für die betroffenen Kinder zu kürzen. Die richtige Frage muss lauten: Wie können unterhaltspflichtige Elternteile konsequenter in die Verantwortung genommen und wie kann der Staat die Rückholquote verbessern? Alleinerziehende und ihre Kinder gehören zu den Familien mit dem höchsten Armutsrisiko. Sie brauchen Verlässlichkeit und finanzielle Sicherheit. Der Unterhaltsvorschuss muss deshalb auch für 16- und 17-Jährige erhalten bleiben.

Auch der pauschale Hinweis, Alleinerziehende könnten einfach mehr arbeiten, geht an ihrer Lebensrealität vorbei. Ich bin selbst alleinerziehend und weiß genau, viele stemmen Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und Familienorganisation jeden Tag weitgehend allein. Sie verdienen Entlastung und Anerkennung statt Vorwürfen. Ich stehe an der Seite der Alleinerziehenden und ihrer Kinder. Denn Kinder dürfen nicht die Konsequenzen dafür tragen, dass ein Elternteil seiner Verantwortung nicht nachkommt.