Josephine Ortleb: Weltverhütungstag – Jede Frau sollte ihre Familienplanung selbstbestimmt verwirklichen können.

Länder, wie Luxemburg machen es vor: Gegen Ende diesen Jahres wird dort ein Referendum eingeführt, welches die Kosten für Empfängnisverhütung vollkommen rückerstattet. Das können wir auch!

Darum setze ich mich dafür ein, dass der Staat die notwendigen Mittel bereitstellt, um Frauen, denen dies unter normalen Umständen nicht möglich ist, den Weg zur freien und verantwortungsbewussten Familienplanung zu ebnen.

Familienplanung darf nicht vom Geld oder den Lebensumständen abhängen. Das Recht selbst über den Zeitpunkt einer Schwangerschaft zu entscheiden oder die Entscheidung kinderlos zu leben hat einen neuen Stellenwert erhalten. Den eines Menschenrechts.

Dennoch hat in Entwicklungsländern jede vierte Frau nicht den Zugang zu sicheren und modernen Verhütungsmitteln. Dies führt zu einer um 70 % erhöhten Zahl ungewollter Schwangerschaften.

Verhütungsmittel wie Antibaby-Pille, Hormonspirale oder Kupferkette sind nicht billig. Für die meisten gehört die Einnahme, beziehungsweise Verwendung eines solchen dennoch zur täglichen „Routine“.

In großen Teilen handelt es sich hierbei allerdings weiterhin um ein Feld, welches den Frauen überlassen wird. Diese müssen sich sowohl Gedanken über die richtige Verhütungsmethode, als auch über deren Finanzierung machen.

Immer noch ist eine sichere Verhütung und infolgedessen die Familienplanung für Frauen mit geringem/niedrigem Einkommen sichtlich erschwert. Frauen haben ein Recht auf körperliche Selbstbestimmung und sollten sich mit einem Verhütungsmittel ihrer Wahl vor ungewollten Schwangerschaften schützen dürfen.