Eine kleine Feminismus-Party wäre hilfreich…

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Auch für die Gleichberechtigung ist noch nicht aller Tage Abend, auch wenn es sich nach diesem Kommentar so anfühlt. Nur: Wie soll der Redakteur der Saarbrücker Zeitung nach diesem unrunden Kommentar und diesem satirischen Fehlstart in die Gänge kommen? Das miefige und nach verrauchtem Herrenzimmer duftende Auftreten des männlichen Redakteurs macht wenig Hoffnung.

Ja, es ist an der Zeit für radikale Lösungen: Alte Rollenbilder raus, Selbstbestimmung rein. Frauen wie Emma Watson, Marlies Krämer und Alice Schwarzer brennen auch für etwas und zeigen, dass sie wirklich was erreichen wollen. Dass dies erfolgreich ist, war gestern nach den ersten 60 Sekunden lesen dieses Artikels nicht zu spüren.

Der Redakteur könnte gerne auch noch kreativer werden. Eine kleine Feminismus-Party mit 30 selbstbestimmten „Damen“ hat noch keinem heroischen Männergetue geschadet. Dann wäre der Artikel endlich befreit von der Idee, dass Frauen als leistungssteigernde Optimierungsinstrumente den Männern zur Verfügung gestellt werden. Da müssen wir hinkommen. Und zwar ganz schnell. Einen solchen Fehlschuss wie in diesem Artikel, können wir uns weder erlauben, noch ertragen.

Naja, Klankert wird diese beiden Optionen wohl nicht ziehen. Leider. Bleibt also noch eine letzte Möglichkeit, um wenigstens Richtigstellung zu erreichen: Die Frauen müssen es, wie so oft, richten.
Ein gescheites Frauenbild würde dem Verfasser guttun. Und dazu Millionen weitere Frauen und Männer, die Bock auf Gleichberechtigung und Selbstbestimmung in unserem Land haben.