Dominierend für die Entwicklung der Stadt als Industriezentrum wurde Ende des vergangenen Jahrhunderts der Aufbau der Völklinger Hütte. Heute gehört die frühere Produktionsanlage zum Weltkulturerbe.

Seit 1986 wird in Völklingen zwar noch Stahl, aber kein Roheisen mehr hergestellt. Und seit 1994 ist die Alte Völklinger Hütte anerkanntes UNESCO-Weltkulturerbe. Zehntausende besuchen jedes Jahr diese “Kathedrale der Industriekultur”, die mit Ausstellungen, Musik- und Tanzveranstaltungen und dem Festival “Schichtwechsel” zusätzliche Anreize für die Reise nach Völklingen bietet. Allein die Multimedia-Ausstellung “Prometheus” im monumentalen Gebläsehaus des Weltkulturerbes Völklinger Hütte sahen im Jahre 1999 rund 200.000 Besucherinnen und Besucher.

Ökonomisch geht Völklingen derzeit den konsequenten Weg des Wandels von einer durch die Montanindustrie geprägten Stadt zu einer Kommune, die auf die Ansiedlung von neuen Unternehmen im Dienstleistungsbereich und im Bereich der neuen Technologien setzt. Das neue Gründer- und Technologiezentrum (GTZ) im direkten Umfeld des Weltkulturerbes Völklinger Hütte steht beispielhaft für diese Entwicklung. Auch städtebaulich findet in Völklingen derzeit ein Umbruch statt. Die Saaraue – lange Zeit nur von der Stahlindustrie genutzt – wird touristisch erschlossen. Eine neue Schiffsanlegestelle sowie ein durchgehender Radweg entlang der Saar sind sichtbare Zeichen dieser für die Bevölkerung positiven Entwicklung.

Zur Attraktivität Völklingens tragen neben den zahlreichen Neubaugebieten in den Stadteilen auch das Sportzentrum im Köllerbachtal mit der Hermann-Neuberger-Halle, dem Stadion und dem Erlebnis-Freibad bei. Kulturell sorgen weit über 200 Vereine sowie die stadteigene Volkshochschule für ein weitgespanntes kulturelles und sportliches Angebot.